Joseph Wresinski (1917-1988)

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Armut und Elend

Elend bedeutet, mit seinem Wunsch nach Würde ständig auf Ablehnung zu stoßen.

Armut, materielle Entbehrung, Unterdrückung durch Mächtigere sind schwer zu ertragen. Aber ganz unerträglich ist es, verachtet zu sein und ständig an seine Unterlegenheit und Wertlosigkeit erinnert zu werden. Unerträglich ist es, selbst von seiner nächsten Umgebung als ein Mensch ohne Würde behandelt zu werden. «Man betrachtet uns als nichtswürdiges Pack … Wir sind doch keine Hunde, daß man uns auf dem Gemeindeamt so beleidigt.» Das ist der Unterschied zwischen Armut und Elend. Der Mensch im Elend ist in einer unerträglichen Lage. Er gilt als nicht zu berücksichtigende Größe oder gar als Unglückswesen, das nie hätte zur Welt kommen dürfen, und weiß doch in seinem Innersten genau, daß er ein Mensch ist. Wer mit seinem Wunsch nach Würde, mit seinem Traum, jemand zu sein, selbst bei denen auf Ablehnung stößt, die nicht viel reicher sind: beim Nachbarn, beim Kaufmann, beim Briefträger …, der steckt im Elend. Hier liegt die Grenze zwischen Armut und Ausschließung.

Aus: Joseph Wresinski, “Selig ihr Armen”, LIT VERLAG, Münster 2005, S. 22.

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