Die Prioritäten umkehren

Die geforderte Veränderung besteht darin, die Würde der Armen ganz ernst zu nehmen, ihr Denken als Richtschnur für unsere Politik zu nehmen und ihre Hoffnung als Richtschnur für jegliches Handeln. (…)

Eine Gesellschaft, die das Recht hat, auch nur einen einzigen Menschen ohne Arbeit, ohne Schrift, ohne Wohnung, ohne politische Beteiligung, ohne Gebet oder ohne Kenntnis von Gott zu lassen, wird diese Dinge morgen auch andern vorenthalten. Eine solche Gesellschaft, Schule oder Kirche gleicht einem Haus ohne Fussboden, und Kinder, Menschen können ihr nach unten entgleiten. Den Reichen wird es wahrscheinlich gelingen, sich festzuklammern; die Geringen, die Personen und Familien ohne grosse Reserven, werden in den Abgrund fallen.

Das ist ein Grund, alle Kämpfe, die nur das Interesse unserer eigenen Gruppe und die Verteidigung unseres Terrains im Auge haben, aufzugeben und die Prioritäten umzukehren. Wenn wir die subproletarischen Arbeiter zur Quelle unseres Denkens und zum Antrieb unseres Handelns machen, dann bauen wir eine Gemeinschaft, in der es allen wohl ist. Das Subproletariat schreit den Skandal von heute heraus; es ahnt und verkündet auch den Skandal von morgen.

 

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