{"id":1866,"date":"2019-11-20T18:26:34","date_gmt":"2019-11-20T17:26:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joseph-wresinski.org\/de\/?p=1866"},"modified":"2020-12-17T08:51:19","modified_gmt":"2020-12-17T07:51:19","slug":"gruendonnerstag-der-armen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joseph-wresinski.org\/de\/gruendonnerstag-der-armen\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcndonnerstag der Armen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000\"><strong>Der folgende Text setzt sich mit einem Kapitel aus Joseph Wresinskis Buch &#8222;Die Armen &#8211; Begegnung mit dem lebendigen Gott&#8220; (M\u00fcnster 2008) auseinander. Die Seitenangaben in Klammern verweisen auf diese Publikation.<br \/>\n<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Joseph Wresinskis theologisches \u0152uvre ist bis heute kaum erschlossen. Dabei k\u00f6nnte es fruchtbare Impulse nicht nur f\u00fcr die Diakonie und Pastoraltheologie, sondern gerade auch f\u00fcr die Fundamentaltheologie geben. In \u201e<a href=\"https:\/\/www.lit-verlag.de\/publikationen\/theologie\/61030\/die-armen-begegnung-mit-dem-lebendigen-gott\">Die Armen \u2013 Begegnung mit dem lebendigen Gott<\/a>\u201c schreibt er:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDiese Familien sind Lehrer f\u00fcr alles, was den Menschen betrifft und Lehrer f\u00fcr Theologie\u201c (104).<\/p><\/blockquote>\n<p>Menschen, die in extremer Armut und Ausgrenzung leben, machen eine besondere Erfahrung der conditio humana. Sie haben, sagt Wresinski, einen besonderen Zugang zu Jesus Christus, zu seiner Menschwerdung als Ent\u00e4u\u00dferung, zu seinem Leiden, Sterben und zu seiner Auferstehung. Wenn er die heiligen Geheimnisse der Passion Christi meditiert, ist die Welt des Elends immer gegenw\u00e4rtig. Die Frage, was wir konkret von den Ausgegrenzten \u2013 und er meint tats\u00e4chlich Leute, die mit Bierflaschen in der Hand vor Superm\u00e4rkten stehen, die Klientel von Kleiderkammern und Suppenk\u00fcchen, Familien, die man auch heute zum Teil noch leichthin auseinander rei\u00dft und deren Kinder schon fr\u00fch die Abh\u00e4ngigkeit von staatlicher Unterst\u00fctzung als Lebensperspektive sehen \u2013 \u00fcber die entscheidenden Fragendes Glaubens lernen k\u00f6nnen, diese Frage ist ein Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis seiner Texte.<\/p>\n<p><strong>Geste eines Sklaven<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Der Gr\u00fcndonnerstag der Armen&#8220; (106-111)\u00a0 kreist um die Ereignisse der Heilsgeschichte, die an diesem Tag erinnert werden: die Einsetzung der Eucharistie, die durch die Berichte der Synoptiker \u00fcberliefert wird, und die Fu\u00dfwaschung der J\u00fcnger, von der der Evangelist Johannes erz\u00e4hlt. In der Liturgie vom Abend des Gr\u00fcndonnerstags wird beides dargestellt. Wresinskis Meditationen stellen den Zusammenhang dieser Ereignisse heraus. Die Ber\u00fchrung, um die es in der Fu\u00dfwaschung geht, stellt die Frage der Reinheit und Unreinheit in den Raum.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eBer\u00fchrt hat Jesus die Armen sein Leben lang. Er ging dabei soweit, dass es seiner Umgebung Angst machte. Welche Unreinheiten konnten sich die wohlhabenden Menschen und die einfachen Leute, die zwar arm, aber gesund und rechtschaffen waren, zuziehen durch einen Messias, der st\u00e4ndig den versehrtesten Leibern die H\u00e4nde auflegte? Beim letzten Abendmahl weist Jesus durch eine einzige Geste auf dieses furchtbare Versagen des Menschen gegen\u00fcber dem Mitmenschen hin.\u201c (107)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Unterscheidung zwischen rein und unrein grenzt ab und grenzt aus. Vom Kult ausgeschlossen wurden durch diese Unterscheidung die \u201eversehrtesten Leiber\u201c: mit Krankheiten (vor allem mit Aussatz) Geschlagene, Prostituierte, \u201eZ\u00f6llner und S\u00fcnder\u201c. Auch die Masse der Aller\u00e4rmsten geh\u00f6rte dazu, sei es, weil sie sich die Teilnahme am Kult nicht durch den Erwerb und das Darbringen von Opfergaben erkaufen konnten, sei es, weil ihnen der Zugang zum Tempel, dem Ort der (immer bedrohten) Reinheit par excellence, aufgrund eines entstellten \u00c4u\u00dferen verboten war. Wir alle wissen, dass Armut entstellen und Abwehr und Ekel hervorrufen kann. Das Ekel Erregende als das Unreine zu definieren, ist ein Versuch, es zu bannen. Man kann wohl nicht sagen, dass Jesus die kultischen Vorschriften in jedem Fall abgelehnt h\u00e4tte (Lk 17,14). Doch hei\u00dft es bei Lukas: \u201eDa sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharis\u00e4er! Ihr haltet zwar Teller und Becher au\u00dfen sauber, innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit. (&#8230;) Gebt lieber, was in den Sch\u00fcsseln ist, den Armen, dann ist f\u00fcr euch alles rein.\u201c (Lk 11, 39. 41). Reinheit ist der Barmherzigkeit untergeordnet. Das \u201efurchtbare Versagen des Menschen gegen\u00fcber dem Mitmenschen\u201c liegt in dem Missbrauch von \u201eReinheit\u201c, der den Aller\u00e4rmsten und ohnehin schon Ausgegrenzten den Zugang zu Gott verwehrt. Die Ber\u00fchrung Jesu ist die Geste eines Sklaven. Er macht seine J\u00fcnger rein, aber er tut es mit einer Geste der Unterwerfung.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie erste Bedingung f\u00fcr den Empfang von Brot und Wein ist nicht, dass ihr so gehandelt habt, wie ich, sondern dass ihr so geworden seid wie ich, n\u00e4mlich ein Sklave.\u201c (108)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die J\u00fcnger sollen sein wie er \u2013 ein Sklave \u2013 denn nur dann k\u00f6nnen sie auf eine Art rein sein, die nicht auf Kosten derer geht, die verachtet sind. Die Arroganz der Reinen hat viele Facetten, von der physischen Gewalt bis zur stillen Verachtung im Alltag. Die J\u00fcnger sollen sein wie der Herr, aber nicht, indem sie den Weltenrichter imitieren, sondern den Sklaven. Unterwerfung ist die Voraussetzung f\u00fcr den Empfang von Brot und Wein, \u00fcber deren Beschaffenheit die Armen keine Zweifel hegen, wie Wresinski schreibt:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eF\u00fcr sie sind unsere Diskussionen \u00fcber die Transsubstantiation ebenso null und nichtig, wie unsere Debatten \u00fcber die jeweiligen Vorteile, die es bringt, wenn man den Armen zu essen gibt oder ihnen die M\u00f6glichkeit bietet, selbst Nahrungsmittel herzustellen. Wenn Jesus Christus nicht selbst in der Eucharistie zugegen w\u00e4re, wenn sein Leib nicht wirklich jeden Tag neu hingegeben w\u00fcrde, was g\u00e4be es dann noch f\u00fcr einen Unterscheid zwischen dem Brot des Lebens und dem Brot der Kantine?\u201c (109f)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Gemeinschaft und Opfer<\/strong><\/p>\n<p>Suppenk\u00fcchen \u2013 \u201ele pain donn\u00e9 \u00e0 la cantine\u201c, kurz vorher spricht Wresinski von \u201ela cantine moderne des mal nourris\u201c und meint eindeutig eine Armenspeisung\u2013 werden oft pr\u00e4sentiert als eine gl\u00fcckliche Synthese von sozialem Engagement und ad\u00e4quater Verwendung von Resten und \u00dcberfl\u00fcssigem. F\u00fcr Wresinski ist diese Verbindung zutiefst zweideutig. Im Lager von Noisy-le-Grand kam es vor, dass sich Leute, die ihm mit dem Essgeschirr in der Hand auf dem Weg zu einer Essensverteilung begegneten, damit entschuldigten, es w\u00e4re nur f\u00fcr ihren Hund. Auch in \u201eDie Armen \u2013 Begegnung mit dem lebendigen Gott\u201c beschreibt er die Erniedrigung, die mit einem Gang zur Suppenk\u00fcche oder zur K\u00fcche eines Krankenhauses, das die Reste des jeweiligen Tages am Abend vor die T\u00fcr stellt \u2013 eine Praxis, die im Frankreich der achtziger Jahre noch \u00fcblich gewesen sein muss \u2013verbunden ist. Selbst der Gang zu einer der vielen \u201eTafeln\u201c, die in den letzten Jahren \u00fcberall in Deutschland entstanden sind und die an Betroffene Lebensmittel, deren Haltbarkeitsdatum \u00fcberschritten ist, oder die aus anderen Gr\u00fcnden nicht mehr zu verkaufen sind, verteilen, bedeutet zugleich Hilfe und Dem\u00fctigung. So schreibt Wresinski:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eAnomyme Speisereste, \u00fcbersch\u00fcssige Portionen f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssige Menschen \u2013 wo war da das Teilen geblieben? Welche Schmach f\u00fcr den, der gef\u00fcttert wird wie ein Tier, welche Schmach aber auch (das kann ich bezeugen) f\u00fcr denjenigen, der auf diese Weise den hungernden Leib Christi ern\u00e4hren muss!\u201c (106).<\/p><\/blockquote>\n<p>\u201e\u00dcbersch\u00fcssige Portionen f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssige Menschen\u201c \u2013 man k\u00f6nnte auch sagen: Abfall f\u00fcr Menschen, die selbst als Abfall gelten. Wir brauchen sie nicht einmal zu sehen oder zu ber\u00fchren, wenn sie ihre Rationen abholen. Dem Brot der Suppenk\u00fcche fehlt das Teilen. Es ist kein Zeichen f\u00fcr Gemeinschaft, sondern ein Zeichen f\u00fcr Ausschluss. Ein \u00dcberschuss, den wir auf diese Weise entsorgen, ist kein Opfer: Es hat uns nichts gekostet. Wresinski schreibt \u201ef\u00fcr die Armen sind unsere Diskussionen \u00fcber die Transsubstantiation null und nichtig\u201c. Man kann vielleicht hinzuf\u00fcgen: auch unsere Diskussionen \u00fcber den Mahlcharakter oder den Opfercharakter der Eucharistie. Sie lehren uns, dass das eine nicht ohne das andere zu haben ist. Die Gemeinschaft im Teilen des Leibes Christi setzt das Opfer voraus. Sie setzt voraus, dass der Leib Christi \u201ewirklich jeden Tag neu hingegeben\u201c (109) wird. Nicht als sch\u00f6ne Metapher, als \u201esymbolische Geste\u201c, als \u201eKunstgriff eines guten P\u00e4dagogen\u201c (110), nicht in kuschelig-besinnlicher Gemeinschaftlichkeit, sondern in der ganzen Brutalit\u00e4t des Elends, des Hungers, der allt\u00e4glichen Ausgrenzung und Gewalt.<\/p>\n<p><strong>Transformation des Elends<\/strong><\/p>\n<p>Die Sprache Wresinskis provoziert:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWenn der Leib Christi nicht Brot und Wein f\u00fcr alle und zu jeder Zeit w\u00e4re, dann w\u00e4re Jesus Christus nicht der Sohn Gottes, der ein Mensch im Elend wurde, um bis zum Ende der Welt seinem Vater alle Leiden der Menschheit darzubieten.\u201c (110)<\/p><\/blockquote>\n<p>Der erste Teil des Satzes ist \u00fcberraschend \u00bbverdreht\u00ab. Man w\u00fcrde nach dem Hinweis auf die Transsubstantiation eher einen Satzanfang erwarten wie \u201eWenn Brot und Wein nicht wirklich der Leib Christi w\u00e4ren\u201c. Stattdessen hei\u00dft es: \u201eWenn der Leib Christi nicht Brot und Wein f\u00fcr alle und zu jeder Zeit w\u00e4re\u201c. Weil Christus der Sohn Gottes ist, hat er die Macht, das Leiden, das er in seinem eigenen Leib bis zum Ende der Zeit seinem Vater darbietet, in Brot und Wein zu verwandeln. Er schreibt in das Leiden der Menschheit seine Auferstehung ein. \u201eBrot und Wein f\u00fcr alle und zu jeder Zeit\u201c (\u201ele pain et le vin, \u00e0 tout instant et pour tous\u201c) bedeuten eine Nahrung, die nicht nur dazu dient, die K\u00f6rperfunktionen aufrecht zu erhalten. \u201eBrot und Wein f\u00fcr alle und zu jeder Zeit\u201c stehen f\u00fcr das Reich Gottes, das immer schon da ist, zugleich verborgen. Die Verwandlung von Realit\u00e4t, wie sie im t\u00e4glichen Opfer des Leibes Christi in der Eucharistie geschieht, ist gleichsam ein Unterpfand f\u00fcr die m\u00f6gliche Verwandlung der Realit\u00e4t des Elends. Das Opfer Christi kann nur deshalb f\u00fcr die \u00c4rmsten erl\u00f6send sein, weil er ihr Leben ganz und gar geteilt hat:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDer ausgeteilte Leib ist der Leib eines Armen, der Not gelitten hat, der verh\u00f6hnt und gefoltert wurde. Er lieferte sich den Menschen genauso aus, wie die \u00c4rmsten ihnen ausgeliefert sind. Wenn sie das Brot des Lebens empfangen, nehmen sie diesen Bruder der Unterdr\u00fcckten, der selbst ein Unterdr\u00fcckter ist, auf.\u201c (110f)<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine Gabe, die nicht nutzlos sein soll, die nicht immer auch den Beigeschmack der Herablassung an sich hat und den Menschen dem\u00fctigt, der sich nicht erlauben kann, ihre Annahme zu verweigern, ist nur als Folge einer Selbsthingabe denkbar \u2013 einer Selbsthingabe, die noch vor aller Bed\u00fcrftigkeit, die W\u00fcrde eines jeden Menschen zum Ausdruck bringt, einer Selbsthingabe, die zuerst von dem gibt, was uns wirklich etwas kostet: pers\u00f6nlich verf\u00fcgbare Zeit, Aufmerksamkeit, Kontinuit\u00e4t, Nicht-Urteilen .. . Es kommt nicht darauf an, Ausfl\u00fcge in die Welt des Elends zu machen, sondern dazubleiben. Es kommt darauf an, darauf zu verzichten, die Wissenden, K\u00f6nnenden, Gebenden zu sein. Der \u201eGr\u00fcndonnerstag der Armen\u201c meint keine liturgische Sonderveranstaltung. Er meint durch die Jahrhunderte hin eine Aufforderung an die Kirche, von den am meisten Gedem\u00fctigten und Ausgegrenzten zu lernen, die Geheimnisse des Glaubens zu betrachten und zu erinnern und das eigene Leben davon verwandeln zu lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vgl. Corinna Schwarz, Joseph Wresinski. Gr\u00fcndonnerstag der Armen, in: <a href=\"https:\/\/www.geist-und-leben.de\/archiv\/archiv-gul\/77-gul-83-2010.html\">Geist und Leben 83\/3 (2010)<\/a>, S. 215\u2013221.<\/p>\n<p>Der Text wurde f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung auf dieser Webseite gek\u00fcrzt und redaktionell bearbeitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der folgende Text setzt sich mit einem Kapitel aus Joseph Wresinskis Buch &#8222;Die Armen &#8211; Begegnung mit dem lebendigen Gott&#8220; (&#8230;) <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.joseph-wresinski.org\/de\/gruendonnerstag-der-armen\/\">Weiterlesen &#8230; <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":1891,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"categories":[70,83],"tags":[],"class_list":["post-1866","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-schriften","category-spirituelle-texte"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Gr\u00fcndonnerstag der Armen - Joseph Wresinski DE<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.joseph-wresinski.org\/de\/gruendonnerstag-der-armen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Gr\u00fcndonnerstag der Armen - Joseph Wresinski DE\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Der folgende Text setzt sich mit einem Kapitel aus Joseph Wresinskis Buch &#8222;Die Armen &#8211; Begegnung mit dem lebendigen Gott&#8220; (...) 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