Notstand ausrufen für die Kinder

Ich möchte hier einige Überlegungen mitteilen, ohne dabei die Familien, die aus den Entwicklungsländern kommen, von den Familien, die in den Industrieländern leben, unterscheiden zu wollen. Denn tatsächlich übermitteln uns die Familien von New York oder Chicago, die in den Straßen dieser Städte Zuflucht suchen, und die Familien, die sich in Frankreich in ausrangierten Lastwägen zwischen einer Müllhalde, einer Autobahn und einem Friedhof zurückziehen, die gleiche Botschaft wie die Familien, die sich an einen Berghang, einen Schluchtrand oder ein sumpfiges Buchtufer in den Entwicklungsländern festkrallen.

Diese Familien werden nicht nur von den anständigen Wohngebieten vertrieben. Schlimmer, sie haben nicht mal einen Platz in den Stadtrandsiedlungen, in den Slums oder Elendsvierteln. Denn sie werden sogar aus diesen Armutszonen herausgedrängt und ins Elend abgeschoben wegen ihrer großen Armut. Deshalb kennt man auch in keiner Stadt ihre genaue Anzahl. Schlimmer noch, oft erscheinen sie nicht mal in den Registern der Verwaltung, noch weniger in den nationalen Statistiken. Für sie ist kein Platz in den vorrangigen Anliegen der politischen Verantwortlichen. Letztendlich existieren sie für niemanden. Den Kindern dieser ärmsten Familien ohne anerkannte Existenz sowohl in den Industrieländern wie auch in den Entwicklungsländern ist gemeinsam, dass sie keine Zukunft haben.

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